Avatare im Metaverse - die nächste Chatbot-Generation

Chatbot Anwendungsfälle

Letztes Update am 28. Februar 2022

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Was sind eigentlich Avatare?

Avatare sind digitale Repräsentationen eines Users oder einer Maschine. Die Verkörperung steht hierbei im Vordergrund. Sie können verschiedene Intelligenzgrade aufweisen und unterschiedliche Darstellungsformen annehmen. Fotorealistische Avatare - so zeigen zahlreiche HCI-Studien - setzen die Erwartungshaltung an die Intelligenz der Maschine höher. Daher sollte mit Bedacht zwischen einem komikmässigem, realistischen Avatar oder einer Mischformen gewählt werden.

Wo kommen Avatare vor?

Sie kommen auf jeglichen digitalen Kanälen vor: Socialmedia (Instagram, Messenger etc.), in Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality oder auch in Games, als Emotjis, in 2D, 3D oder sogar als Hologramm.

Avatare für die Gameentwicklung Mit Readyplayer können Ganzkörper-Avatar gestaltet werden.

Weshalb sind Avatare im Metaverse wichtig?

Dort sind sie die Manifestation des Users. Dieser "persönliche Avatar" kann dann über verschiedene Welten hinweg genutzt werden. Der Avatar wird somit zur Identität des Einzelnen im Metaverse.

Welche Firmen bieten Avatare an?

Zahlreiche Grossfirmen investieren aktuell grosse Summen in die Entwicklung des Metaverse und damit auch die Entwicklung intelligenter Assistenten. Meta eröffnete mit ihrer Namensänderung 2021 das Zeitalter des "modernen" Metaverse. Jedoch hatte bereits Secondlife 2003 ähnliche Ansätze aufgezeigt. Der Unterschied liegt darin, dass das Metaverse dezentralisiert ist, eine neue Form wie das Internet erlebt wird darstellt, indem es die echte Welt mit der virtuellen Welt kombiniert. Secondlife war eine Welt auf einer einzigen Website im Internet. Auch der Aspekt der Kreierung von Assets (z. B. Games, Non Fungible Tokens, etc.) macht das Metaverse aus. Die Decentraland Plattform bezeichnet "Metaverse" als ihr Core-Produkt: Ein virtuelles 3D-Universum, das den Usern mehrere Räume bietet, um Inhalte zu erstellen, Welten zu erkunden und mit Kryptowährung zu handeln, ohne dass die Plattform im Besitz einer einzigen, zentralisierten Einheit ist. In China möchte Tencent mit dem Kauf von Black Shark die VR Headsets Welt erobern, um ins Business einzusteigen. Auch Microsoft Mesh arbeitet an einer Metaverse Plattform für MS-Teams. So sollen zukünftig Personen auch ohne Kamera mit ihren individuellen Avataren miteinander sprechen können. Mit der Verbindung zur Kamera, können zusätzlich Bewegungen und die Mimik auf den Avatar übertragen werden.

Im Rahmen des Metaverse-Booms haben sich eine Menge an Unternehmen mit dem Thema Avatarentwicklung auseinandergesetzt:

Hier eine kurze Übersicht:

  • Der Omniverse Avatar von Nvidia soll in Echtzeit Fragen Kundenfragen beantworten können. Er kombinert Computer Vision, NLP, Speech AI, Recommendation Engine und Simulationstechnologien gleichzeitig.
  • Meta Avatare für die schnelle Erstellung von Avataren mit Unity: Unity-Entwickler:innen können die Avatare in ihre VR-Apps einbauen. Sie sind kompatibel mit Quest-, Rift- und Windows-Mixed-Reality-Geräten.
  • Mit Unionavatars lassen sich Game-Avatars entwickeln, die als Identität im Metaverse dienen.
  • Generiere mit Synthesia direkt einen sprechenden Avatar aus selbstgeschriebenen Text.
  • Avatarentwicklung für NFTs und Spiele im Metaverse mit Readyplayer
  • Mit Avatarmaker hat man schnell einen einfachen 2D-Avatar gestaltet, den man für sich herunterladen kann.

Wie ersichtlich, gibt es zahlreiche Plattformen, bei denen man 2D, 3D Avatare mit oder ohne Stimme, Gestik sowie Mimik erstellen kann. Weitere Tools findet ihr hier.

Melanie ist in 5 Minuten mit Synthesia erstellt worden. Synthesia bietet u.a. die Möglichkeit, aus Text einen sprechenden Avatar zu erstellen.

Warum spielen Voice Assistants im Metaverse eine Rolle?

Voice ist ein wichtiges Thema für das Metaverse, denn Assistenten sind nämlich in Games und für Command-Controls in Headsets schon länger im Einsatz. Die Hände sind in VR und Mixed Reality oft besetzt, was es für Voice prädestiniert macht. Über Voice können die Avatare realer Menschen untereinander oder auch maschinelle Avatare mit menschlichen Avataren kommunizieren. Umso immersiver ist das Erlebnis, wenn ein intelligenter Avatar einer "Maschine" auf Anfragen mit einer natürlichen Antwort und passender Lippensynchronisation reagiert. Das Sprechen über eine HTC Vive oder Oculus VR mit Voice in einer 3D Landschaft ist schon länger möglich. Die VR-Brillen bieten auch Voice-Input Schnittstellen. Nicht zuletzt möchte Marc Zuckerberg z. B. einen Voice Assistant im Metaverse entwickeln, der besser als Siri und Alexa sein soll.

Falls du mehr über digitale Assistenten und Kommunikationsautomation erfahren möchtest, melde dich bei Kontakt.


Nina Habicht Foto

Nina Habicht


Visionen in die Tat umsetzen, Menschen begeistern und gemeinsam etwas vorantreiben ist etwas, was Nina grosse Freude bereitet. Nina ist ein absoluter Tech-Enthusiast und Partner bei Paixon. Sie leitet bei Paixon Projekte und ist in diesen u.a. auch zuständig für das Conversational & Voice Design. Daher liegt es nahe, dass sie auch unsere Voice Assistant Expertin ist.


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